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Matthias Berndt - Pfarrer in Atterwasch | Auf dem Weg zu 100 Prozent

Matthias Berndt – Pfarrer in Atterwasch

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Interview mit Matthias Berndt, Pfarrer in Atterwasch

Pfarrer Matthias Berndt
Pfarrer Matthias Berndt

Ich bin Matthias Bernd, bin Pfarrer in Atterwasch seit knapp 40 Jahren, bin verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder, zwei kleine Enkelkinder und fühle mich hier wohl.

Sind Sie selbst aus der Gegend oder was hat Sie hier her in die Lausitz gebracht?

Ich bin Berliner und als ich dann in die Pfarrerausbildung nach dem Studium kam, habe ich der Kirchenleitung, dem Konsistorium, gesagt: „Ihr könnt mich hinschicken wo ihr wollt, ich gehe ja doch nach Berlin zurück.“ Da haben die mich hierher geschickt und ich bin hier hängengeblieben.

Was verbindet Sie heute mit Atterwasch?

Mich verbindet heute mit Atterwasch, dass ich das als meine Heimat betrachte. Den größten Teil meines Lebens habe ich hier verbracht. Hier hat unsere Ehe begonnen, hier sind unsere Kinder geboren und groß geworden. Hier haben meine Frau und ich gewirkt, das ist unsere Heimat.

Atterwasch vom Kirchturm aus
Atterwasch vom Kirchturm aus

Interessanterweise benutzen ja sowohl die Befürworter als auch die Gegner des Tagebaus „Heimat und Zukunft“ als Argument gegen das, was die jeweilige Gegenseite will. Wie passt das zusammen und wie definieren Sie für sich Heimat und Zukunft?

Heimat ist der Ort, an dem ich mich wohlfühle, an dem ich mich zu Hause fühle und an dem ich bleiben will. Die Befürworter der Braunkohle fühlen sich sicherlich hier auch wohl und haben hier ja auch ihre Arbeit. Aber sie machen eins, dass sie die Heimat, dass sie die Gegend hier vernichten. Sie roden die Wälder, sie verwüsten die Wiesen und Moore und Fließtäler und alles was es gibt. Sie buddeln die Erde um und wenden das Unterste nach oben, dabei holen sie die Braunkohle unten raus und hinterlassen eine Kippenfläche – eine Kippenfläche, die nichts mit Heimat zu tun hat. Also insofern zählt das Heimat-Argument bei den Befürwortern der Braunkohle nur so weit, dass sie sagen: „Hier habe ich meine Arbeit und dadurch meine Existenz.“ Aber arbeiten kann man auch wo anders als in der Braunkohle. Nicht, dass ich denen die Arbeit nehmen will. Es ist noch genügend Arbeit vorhanden mit der Braunkohle, mit den bestehenden Gruben. Es ist genügend Arbeit vorhanden für die Rekultivierung der Kippenflächen, die über 100 vielleicht sogar viel mehr Jahre brauchen wird bis es wieder brauchbares Land ist. Da haben noch Generationen Arbeit.

Damit wären wir bei dem Punkt „Zukunft“. Warum verwenden beide Seiten „Zukunft“ als Argument?

Wir verwenden das Argument Zukunft deshalb weil wir sagen es gibt Entwicklungen innerhalb der Menschheit. Zu Anfang haben sie Steine bearbeitet und haben daraus Werkzeuge gemacht. Dann haben sie das Eisen erfunden und haben daraus Werkzeuge gemacht, natürlich auch Waffen. Ob das zukunftsträchtig ist wage ich zu bezweifeln. Aber es ging immer weiter. Und dann im industriellen Zeitalter wurde die Dampfkraft erfunden und dazu brauchte man eben die Kohle um daraus Dampf zu erzeugen. Das ist nun auch schon, was die Braunkohletagebaue anbetrifft, 150 Jahre her, dass das so gemacht wird. Wir wissen inzwischen, was man früher nicht wusste. Wir kennen die Schäden, die durch die Verbrennung der Braunkohle zur Energiegewinnung entstehen, und die Ineffizienz der Braunkohle: Ein Wirkungsgrad unter 50 Prozent, während der Rest in die Atmosphäre geblasen wird, und außer dem Feinstaub und den belastenden Dingen, die heute meist herausgefiltert werden, das CO2, was sich nicht herausfiltern lässt und die Weltklimakatastrophe beschleunigt. Wir haben aber Energieerzeugungsmöglichkeiten entwickelt, die verträglich sind für die Natur, für die Schöpfung und für die Menschen, so dass es, meiner Ansicht nach, zukunftsweisend ist die neuen Technologien einzusetzen und das, was als schädlich erkannt worden ist, abzuschaffen. Warum die Braunkohlebefürworter das Argument Zukunft verwenden, das müssen Sie die fragen. Das verstehe ich auch nicht.

Pfarrhaus und Kirche in Atterwasch
Pfarrhaus und Kirche in Atterwasch

Brandenburg hat ja eine Strategie um Klimaschutzziele zu erreichen und Deutschland hat die Energiewende beschlossen. Fehlt der Mut zu konkreten Schritten?

Sie packen es nicht an weil meiner Ansicht nach die Politik zu sehr mit der Wirtschaft verwoben ist, um das freundschaftlich auszudrücken. Somit kann die Politik nicht entscheiden, was sie eigentlich für richtig hält, nämlich die Energiewende energisch zu betreiben und so schnell wie möglich alles, was den Bürgern schadet, abzustellen. Mit der Braunkohle lässt sich schlicht und einfach Geld verdienen und so lange die Zertifikate für CO2 so im Keller sind wird Braunkohle verbrannt auf Teufel komm raus, einfach weil es wirtschaftlich ist. Die Energiekonzerne sind angetreten um Kohle zu machen, sie wollen Geld verdienen. Das haben sie von Anfang an gesagt. Die Politik ist angetreten um den Bürgern des Landes Zukunft zu ermöglichen. Aber indem man die Konzerne Geld verdienen lässt und die Gesundheit und die Wohlfahrt der Bürger schleifen lässt, ist man nicht zukunftsfähig. Da sehe ich die Schwierigkeit der Verwobenheit von Politik und Wirtschaft, wobei die Wirtschaft mit dem Geld das Sagen hat und die Politik eigentlich nur hinterherhechelt.

Die Bevölkerung ist ja jetzt ziemlich gespalten in dem Thema. Wie gehen Sie mit der Spaltung um?

Das ist ein Zustand, der in der Demokratie eigentlich normal ist. Es gibt unterschiedliche Meinungen, die nebeneinander stehen, die auch diametral sich gegenüber stehen, und wo im fairen Wettkampf die beste Möglichkeit für die größte Allgemeinheit herausgefunden werden muss. Meine Aufgabe als Pfarrer ist es dann oftmals zwischen den streitenden Parteien, was oftmals auch etwas unsachlich und unsanft wird, zu vermitteln und zu versuchen eine zukunftsweisende Lösung zu finden, gemeinsam. Zukunftsweisend heißt, dass es möglichst eine Lösung ist, mit der alle leben können. Wenn aber einer abgebaggert wird, kann er damit nicht leben und er muss woanders leben. Wenn einer seine Arbeit verliert, kann er damit nicht leben und er muss umziehen. Wir sagen ja nicht: „Braunkohle sofort stopp und alle, die in der Braunkohle arbeiten, die interessieren uns nicht.“ Sondern wir sagen: „Die Tagebaue, die genehmigt sind, haben für die nächsten 20 bis 30 Jahre noch so viel Braunkohle, dass die gefördert werden kann.“ Darüber hinaus ist die Rekultivierung auch eine Arbeitsleistung, die groß genug ist, dass keiner befürchten muss arbeitslos zu werden. Insofern halte ich die Lösung keine neuen Braunkohletagebaue zuzulassen für zukunftsweisend und konsensfähig.

Sie setzen sich als Pfarrer neben ihrer normalen Arbeit stark ein. Funktioniert das oder wird das zu viel?

Ich habe mich dafür eingesetzt und dabei auch Erfolg gehabt eine Sonder-Pfarrstelle eingerichtet zu bekommen. Die heißt Seelsorge für die Braunkohleregion im Kirchenkreis Cottbus. Das heißt ich habe im Moment kein Gemeindepfarramt sondern ein Spezial-Pfarramt, was sich damit beschäftigt, den Ausgleich zwischen den Menschen zu befördern einerseits und andererseits das Ziel hat, was von unserem Glauben her wichtig ist nicht aus dem Blick zu verlieren, nämlich die Schöpfung zu erhalten. Nach unserem Verständnis ist uns von Gott die Erde übergeben worden, so steht es in der Bibel, um sie zu bebauen und zu bewahren. Das Bebauen funktioniert gut. Da hat man Geld verdienen draus gemacht. Das ist auch nicht verwerflich. Aber als Ausgleich zum Bebauen muss auch immer das Bewahren kommen und das ist so weit ich das sehe sträflich vernachlässigt. Darum ist an dieser Stelle ein erhöhter Nachholbedarf nötig.

Wie sehr sind die Ideen vom Bebauen und Bewahren hier in den Köpfen drin?

Dadurch, dass den Menschen hier in Atterwasch, Kerkwitz und Grabko angedroht ist, dass sie ihre Heimat verlieren, und dadurch, dass die randbetroffenen Dörfern, die am Rande der Kohlengrube stehen bleiben würden, den Tagebau aushalten müssten bis der Tagebau ausgekohlt ist, dadurch ist die Bewahrung dessen, was den Menschen wichtig oder sage ich mal sogar heilig ist, hier ein ganz großes Thema für die Menschen. Und für das, was den Menschen heilig ist, da steht nun mal die Kirche. Es gibt auch eine ganze Menge Leute, die sagen: „Mit dem lieben Gott, ach den brauche ich nicht unbedingt. Das ist alles nicht so wichtig für mich.“ Aber in solchen Notsituationen ist es so, dass dann doch gefragt wird, ob es nicht eine Macht über einem gibt, die einen Weg weist und einem sagt, was richtig und was falsch ist. Natürlich müssen wir unseren Verstand walten lassen. Der liebe Gott sagt uns nicht: „Mach so oder mach so.“ Aber er gibt uns schon die Richtung vor in diesem Sinne von Bebauen und Bewahren. Vergesst beim Bebauen das Bewahren nicht. Was passiert wenn nur bebaut wird haben wir im Industriezeitalter ja nun wirklich erlebt, dass die Flüsse vergiftet wurden, dass die Erde vernichtet wurde und dass die Natur vernichtet wurde, das Artensterben und so weiter. Das sind ja alles menschengemachte Folgen einer Radikalbebauung der Erde. Die Menschen, die hier bedroht sind, haben sehr wohl ein Verständnis dafür, dass das Bewahren ein wichtiger Faktor ist.

Verlieren die Leute in so einer Situation ihren Glauben oder suchen sie nach einem Halt und Ausweg?

Sie suchen nach einem Halt und Ausweg. Ob sie daraufhin christlicher werden, das muss man die Menschen schon selber fragen. Es ist aber deutlich spürbar, es ist vielleicht wie in Krankheitsfällen. Wir leben ja in einer Situation wie in einer ungenauen Diagnose. Es wurde ein Schatten festgestellt, der heißt unter uns liegt Braunkohle. Aber ob es ernst wird, dass wir abgebaggert werden, das steht ja noch gar nicht fest. Also die klare Diagnose, es ist Krebs, das heißt man muss verschwinden hier, oder es ist kein Krebs und man findet andere Lösungen, die ist noch gar nicht ausgesprochen. In diesem Zustand leben die Leute und suchen natürlich nach einem Halt, der nicht nur jetzt im übertragenen Sinne medizinisch begründet ist sondern menschlich-sozial begründet ist und auch religiös.

Informationen und Postkarten in der Kirche von Atterwasch
Informationen und Postkarten in der Kirche von Atterwasch

Welche Möglichkeiten haben Sie noch?

Alle rechtlichen Möglichkeiten, die uns offen stehen. Im Moment sind wir hier für den Tagebau Jänschwalde-Nord in dem Abwägungsprozess zwischen wirtschaftlichen Interessen, sozialen Interessen, Natur-Interessen, und rechtlichen Interessen. Das muss alles gegeneinander abgewogen werden bis hin nach Brüssel. Die Vernichtung von Mooren und Fließtälern und FFH- und Naturschutzgebieten, das geht nicht mehr so einfach wie zu DDR-Zeiten. An dieser Stelle versuchen wir sehr massiv die GL4, also gemeinsame Landesplanung 4, die sich damit im Moment zu beschäftigen hat, unter Beschuss zu nehmen und ihnen Argumente zu liefern alles zu versuchen um der Regierung zu sagen: „Dieser Tagebau ist nicht genehmigungsfähig.“ Da die GL aber von der Regierung eingesetzt ist, hat sie von der Regierung natürlich einen anderen Auftrag. Das ist, wenn es nicht so ernst wäre, manchmal putzig.

Wie zuversichtlich sind Sie?

Ich bin da mit Zittern und Zagen und Bangen recht zuversichtlich weil ich davon ausgehe, dass der liebe Gott alle Menschen mit Vernunft ausgestattet hat, also auch die Politiker. Es ist vernünftig die Energiewende so schnell wie möglich herbeizuführen um die Belastung der Welt durch Schadstoffe und durch Klimaveränderungen so gering wie möglich zu halten. Da habe ich eine ganz große Hoffnung, dass die Regierung sagt: „Bei den Kollateralschäden, die durch die Braunkohleschluff entstehen, können wir so nicht weitermachen.“

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