Hannelore Reinbold-Mench – Bürgermeisterin von Freiamt

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Ich heiße Hannelore Reinbold-Mench, ich bin seit 2001 Bürgermeisterin der Gemeinde Freiamt und war vorher Mitglied im Gemeinderat hier in unserer Gemeinde. Ich kenne also die Geschichte der erneuerbaren Energien seit der ersten Stunde.

Erklären Sie mir mal kurz zusammengefasst, was gibt es hier alles an Energieformen?

Fast alles. Dominant ist natürlich die Windkraft hier in Freiamt. Die gibt es seit 2001. Wir haben aktuell fünf Windräder, das sechste befindet sich gerade im Bau. Von der Stromerzeugung an nächster Stelle steht dann die Photovoltaik. Wir haben auf etwa 270 Dächern unserer Bauernhöfe und Privatgehöfte Photovoltaikanlagen, von fünf Kilowattpeak bis über 100 Kilowattpeak, was sich bei den großen Schwarzwaldhöfen natürlich anbietet. Der dritte starke Faktor bei der Stromerzeugung ist die Biomasse. Wir haben zwei Biogasanlagen, die zusammen eine Leistung von etwa 450 Kilowatt Strom bringen. Und dann haben wir noch ein ganz klein bisschen Wasserkraft. Das sind aber nur so um die 80 kW Leistung. Bei der Wärmeerzeugung ist dominant natürlich das Holz, im wesentlichen in Hackschnitzeln aber auch in Scheitholz und einige Pellets-Anlagen vor allem in den kleineren Wohnhäusern in den Siedlungen. Außerdem gibt es Fernwärme durch eine Biogasanlage, die mehrere Wohneinheiten, unsere Schule und seit wenigen Wochen unser Hallenbad versorgt mit Wärme. Darüber hinaus haben viele private Häuslesbesitzer oberflächige Erdwärme, es gibt auch Luft-Wärme-Pumpen, es gibt die Nutzung von Grundwasser. Eigentlich alles, was man denken kann, ist bei uns als Energiequelle bekannt.

Wie kommt es, dass eine so kleine Gemeinde so gut aufgestellt ist? Wie ist das entstanden?

Also, das fragt man sich im Nachhinein natürlich auch. Die Idee kam von der Windkraft. Die Idee kam aber von außen als Investoren hier bei uns in der Gemeinde auftauchten und sich die windhöffigen Stellen auf den Höhenrücken unserer Gemarkung sichern wollten. Da haben unsere Bauern gedacht, wenn das mit dem Abschluss des Pachtvertrags so eilt und wenn die uns viel Geld, für eine kleine Fläche bieten, dann scheint man damit ja Geld verdienen zu können und warum soll dieses Geld in irgendeinen Fonds nach Hamburg, Berlin oder Köln fließen? Das können wir eigentlich auch selbst, und so hat man sich zusammengetan und einen Verein gegründet, der sich zum Ziel gesetzt hat Anlagen zu bauen. Daraus ist dann eine große Eigendynamik entstanden mit viel Kreativität bei den einzelnen Bürgerinnen und Bürgern, und auch ein Wettbewerb untereinander, gerade bei der Photovoltaik. Die Anlagen sind ja alle in Privathand. Es ist so, dass wenn der Bauer Müller gesehen hat, dass der Bauer Mayer jetzt eine PV-Anlage auf’s Dach bekommt, da hat er sich gesagt, das brauche ich auch. Und so konnten wir in manchen Monaten gar nicht schnell genug schauen wie die Anlagen auf den Dächern entstanden sind.

Freiamt - Ortsteil Ottoschwanden
Freiamt – Ortsteil Ottoschwanden

An den meisten Orten gibt es Befürworter und Gegner und eine lange Diskussion bis etwas entsteht. Ist das in Freiamt anders?

Das war anders. Das ist auch heute so, hat sich kaum gewandelt bei uns. Dadurch, dass der Impuls aus der Bevölkerung kam und der Impuls rein wirtschaftlich begründet war hat es dann zu einem Umdenken geführt. Es ist in unserer Gemeinde immer gesagt worden, wir wissen, dass unsere wenigen Windkraftanlagen natürlich das in der Nähe gelegene Atomkraftwerk Fessenheim nicht obsolet machen. Das weiß man schon, aber man muss ja mal irgendwann anfangen darüber nachzudenken, was es noch anderes gibt. So ist es entstanden und deswegen auch die hohe Akzeptanz. Und die hohe Akzeptanz kommt sicher auch daher, dass sowohl die PV-Anlagen, als auch Biogas oder Wasserkraft ja den Privaten gehören, auch wenn sie mal eine GbR bilden. Auch die Windkraftanlagen „gehören“ letztendlich unseren Bürgern, weil es zwar GmbH & Co. KG sind, aber die Kommanditisten sind Leute von hier und aus der Region und sie konnten mit wenig Geld Anteile zeichnen. Es gibt auch keinen, der in dieser Gesellschaft dominiert, weil es einen Höchstbetrag der Einzahlungen gibt. Die Kritik kam in den vergangenen Jahren immer von außen, von Verbänden, die landesweit oder gar bundesweit tätig sind, die das Thema Landschaftsbild in den Vordergrund gerückt haben und die gemeint haben es würde stören. Aber das wird bei uns nicht so gesehen. Natürlich gibt es auch Kritiker, aber nicht im Sinne von starken Initiativen, die auch mal ein Projekt zu Fall bringen würden. Das ist nicht der Fall. Und unsere Kinder, die wachsen mit dem Anblick der Windkraftanlagen auf. Für sie ist diese Landschaft so gegeben, wie es vielleicht vor 80 Jahren oder 100 Jahren das mit den Strommasten war.

Ist Freiamt einfach besonders geeignet oder besonders motiviert?

Also wir sind sicher auch geeignet auf Grund unserer geografischen und topografischen Lage für die Windkraft weil wir eben auf der ersten Reihe der Höhenrücken des Schwarzwalds sind. Wir sind nicht zu hoch, aber wir sind auch nicht im Windschatten der hohen Berge und wir profitieren hier sehr stark aus den Südwestwinden der burgundischen Pforte, die die Hauptwindrichtung darstellen, und im Winter von intensiven Ostwinden. Das ist eine geografische Geschichte. Ebenso ist es natürlich gut für den Ausbau der Photovoltaik, dass wir sehr viele Sonnenstunden haben. Stunden, an denen die Sonne scheint, haben wir viele Jahre über 2000 und die für den Ertrag aus der Photovoltaik wichtigen Sonnenvolllaststunden haben wir 1100 bis 1200. Man kalkuliert, dass nur bei etwa 1000 dieser Stunden Photovoltaik überhaupt ertragreich sei. Da sind verschiedene Faktoren einfach zusammengekommen. Auch die Tatsache, dass bei uns der Mais nie für Lebensmittel verwendet wurde, sondern immer zur Fütterung der Tiere, hat jetzt bei uns auch nicht zu einer Diskussion geführt, dass der Mais plötzlich in den Fermenter gekippt wird und nicht mehr im Stall den Tieren vorgeworfen wird. Das hat es bei uns nicht gegeben zumal sich auch unsere Biogas-Bauern bereiterklären kein Getreide in die Anlagen zu werfen. Das ist natürlich auch ein Geben und Nehmen.

Ähnliche Standorte gibt es sicher noch einige entlang des Schwarzwaldes. Wird das Beispiel Freiamt nachgeahmt oder fehlt die Motivation anderen Orts?

Es gibt Nachahmer. In einem Haufendorf kann ich sofort eine Nahwärmeversorgung installieren, eine Hackschnitzelanlage mitten ins Dorf oder an den Rand kann alle versorgen. Das können wir leider nicht. Man muss immer schaun was für seinen Ort passt. Wir sind hier sehr dezentral, also müssen wir dezentrale Lösungen suchen. Bei der Windkraft ist es leider so, dass so in den letzen Jahren eine Tendenz entstanden ist „schneller, höher, weiter“, dass man nicht jetzt in dem Ort mal eine oder zwei Windkraftanlagen baut sondern gleich riesige Parks bauen will. Das schafft immer Probleme mit der Akzeptanz. Diese gut gemeinten Ansätze in vielen Gemeinden leiden darunter etwas und das finde ich sehr bedauerlich. Ich komme sehr viel herum und stelle dann immer wieder fest, dass es wirklich sehr gute Ansätze gäbe, aber wenn dann die finanziellen Vorteile für eine Seite so im Vordergrund stehen, dann wird es natürlich sehr schwierig die Bevölkerung mitzunehmen.

Und das ist hier besser gelaufen weil es von den Menschen gekommen ist?

Es ist hier besser gelaufen weil es von den Menschen kam und weil wir uns immerhin mit diesem Thema seit 1997 auseinandersetzen. Wir haben nicht von heute auf morgen hier große Anlagen hingestellt, die man nicht kennt. Etwas unbekanntes macht immer Angst. Zwei Windräder, kucken wir mal ob sie überhaupt laufen, wenn sie gut laufen können wir ja noch eins dazu bauen. Also so ist der Zubau bei uns immer erfolgt. Genauso mit der Photovoltaik, dass man einfach schaut, wie wirkt’s im Dorf wenn die Dächer belegt sind? Stört das? Stört das die Touristen? Oder wen stört das? Müssen wir darüber reden? Zum Beispiel keine Photovoltaik auf Freiflächen, das ist politischer Konsens bei uns. Dieses Ausloten und dieses Gespür, was in einen Ort passt, das gehört sicher dazu, dass es so gut gelaufen.

Wo kommt diese Motivation her?

Die Motivation ist schon etwas Neues auszuprobieren und damit Pionierarbeit zu leisten. Und in den letzten Jahren, ich sag mal seit etwa 2005, ist diese Eigendynamik entstanden und die Motivation zu sagen „Wir sind halt nicht die Leute da hinter dem Wald, sondern wir können jetzt mal zeigen, dass wir eigentlich sehr viel fortschrittlicher sind als mancher andere“. Das hat zu einer unheimlichen Steigerung des Selbstwertgefühls unserer Bürgerinnen und Bürger geführt. Also früher waren wir eben die Freiämter, aber heute sagt jeder „Ich bin Freiämter!“. Also ganz stolz sind die Leute hier Bürgerinnen und Bürger zu sein, und ich glaube das treibt natürlich auch an.

Was können andere Gemeinden von Freiamt lernen?

Ich denke ganz wichtig ist es, von Anfang an die Bürger einzubeziehen, auch wenn der Impuls nicht von den Bürgern selber kommt. Wenn jetzt die Gemeinde sich ein Leitbild gibt, wir wollen das und das, dann ist es unerlässlich die Bürger einzubeziehen, und zwar nicht in Proforma-Beteiligungsverfahren sondern in echter Beteiligung. Auch in mal wütenden Diskussionen, aber zum Schluss muss man immer sachlich bleiben und dann auseinander gehen zu können und sagen „Ich denke über dein Argument nochmal nach“. Und Transparenz in den Verfahren, also nicht einen Plan auf den Tisch zu legen, der schon fertig ist, sondern zu sagen „Wir denken darüber nach. Wie seht ihr das?“. Bürgerversammlung, Bürgerversammlung, Bürgerversammlung, Infoveranstaltungen oder auch Informationsfahrten. Das machen übrigens inzwischen viele nach. Wir haben viele Gäste aus anderen Gemeinden, die einfach kommen und schauen.

Manche sagen ja, die Energiewende kann nur so funktionieren, wenn sie von unten kommt. Wie sehen Sie das?

Also die Energiewende ist ja ein derart komplexes System, dass ich das bedingt unterschreibe, bei der Produktion ja. Aber es ist dringend erforderlich das Thema Verteilung und Preise in den Griff zu bekommen. Da versucht man ja jetzt in der Veränderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes etwas auf den Weg zu bringen. Derzeit habe ich meine Zweifel ob es gelingen wird. Die Macht der Lobby aus gewissen Ecken ist sehr sehr groß und es nutzt nichts wenn im Bereich der Produktion eigentlich alle Voraussetzungen geschaffen wären, aber der Strom nicht verteilt werden kann. Wir sind ein Industrieland, da muss die Netzstabilität gewährleistet werden. Und wenn ein Fördersystem damals als Anschub initiiert worden ist, das sich heute längst überholt hat, dann bedarf es dringend der Korrektur.
Wir gehen zum Beispiel hier in Freiamt davon aus, dass wir etwa 12 Millionen Kilowattstunden im Jahr brauchen, also 12,8. Über’s Netz beziehen wir nur noch 11,8 Millionen Kilowattstunden. Aber das Netz wird gebraucht um diese anderen Zeiten auszunutzen. Das heißt, ich muss einen Weg finden, dass auch der Eigenproduzent sich an diesen Gemeinkosten beteiligt. Das kann nicht eine kleine Gemeinde für sich regeln. Das können größere Orte machen, die die Netze vielleicht haben. Aber das ist eine Aufgabe, die mindestens bundesweit geregelt werden muss und da geht es mir im Moment etwas zulangsam.

Viele haben Sorge, dass das die EEG-Reform ein Rückschritt wird. Wie sehen Sie Chancen des EEG, in welche Richtung müsste es sich entwickeln?

Also das EEG müsste ganz viele Aufgaben leisten. Es müsste zunächst einmal dazu führen, dass die starke Unterstützung der Stromproduktion aus manchen Quellen deutlich zurückgefahren wird. Die Garantien für die nächsten 20 Jahre für die Anlagen, die in Betrieb sind, die haben wir ja trotzdem. Aber heute wird jeder, weil er erkannt hat wie optimal das System ist, trotzdem zubauen. Also brauche ich doch diesen Anschub nicht mehr. Es muss mit Sicherheit etwas geschehen, was die Preisbildung am Strommarkt anbelangt. Ich kann nicht einen negativen Strompreis haben, das kann es einfach nicht geben. Ich halte da eine Korrektur für erforderlich. Es muss das Thema der Grundlast gesichert werden. Wenn eben Nebel istund kein Wind weht, auch dann wollen wir ja unser Licht einschalten. So ehrlich muss man einfach sein.
Also ich sehe das jetzt nicht als gescheitert, ich denke man darf heute auch nicht so rasche Ergebnisse wollen. Aber ich sehe eben, dass eine erfolgreiche Arbeit mancher Lobbyisten aus mancher Ecke geleistet wird, die mich schon auch irritiert. Sagen wir es mal vorsichtig so.

Wo denken Sie geht die Entwicklung hier in Freiamt hin? Gibt es da irgendwelche Tendenzen? Netz kaufen? Speicher aufbauen?

Nein, also wir werden sicher unser Netz nicht zurückkaufen weil unser Netz auf Grund unserer Dezentralität so komplex ist die Leistungsfähigkeit einer so kleinen Gemeinde deutlich übersteigen würde. Wir in Freiamt werden weiterhin jederzeit für Pilotprojekte zum Thema Speicherung und zum Thema Elektromobilität zur Verfügung stehen. Wir werden noch moderat die Erneuerbaren ausbauen, sind aber dort jetzt, was die Stromerzeugung anbelangt, auch ziemlich so am Peak dran, weil die meisten guten Dächer belegt sind. Bei Biogas wäre vielleicht noch Potential für ein oder zwei Anlagen, auch wieder so mit 300 kW. Wind ist in Freiamt mit der jetzigen Anlage, die im Bau ist, dann beendet. Unsere Nachbarn werden hier noch einiges machen. Es sei denn die Förderrichtlinien werden so geändert, dass sich das nicht mehr lohnt. Ich denke das Thema Speicher wird bei uns in Zukunft im Vordergrund stehen, wo wir dann auch gerne mit den Netzbetreibern zusammenarbeiten. Politisch das große Thema ist das Thema des Verkehrs weil wir hier auf Individualverkehr angewiesen sind und da sehen wir schon noch ein Potential, da ist einfach Kreativität gefragt. Ein Beispiel, wir haben etwa 1700 Haushalte hier in unserer Gemeinde und 2600 angemeldete Fahrzeuge. Das heißt, da muss dringend etwas geschehen. Wie wir einmal gesagt haben, wir wollen unser Geld in der Region halten bei der Stromproduktion und es nicht den Ölscheichs schicken weil hier sehr viele Ölheizungen waren. Da müssen wir jetzt daran arbeiten, dass das auch bei der Nutzung von Kraftfahrzeugen und landwirtschaftlichen Fahrzeugen der Fall sein wird. Aber da sind wir natürlich auch auf die Industrie und ihre Technik angewiesen.

Inwiefern können und konnten sie da von der Verwaltung her die Menschen unterstützen?

Wir haben uns hier im Rathaus immer als Moderator gesehen, als Unterstützer, als Begleiter, auch als diejenigen, die sich dafür einsetzen, dass eben eine Biogasanlage gebaut werden kann und dass man die Auflagen nicht so hoch geschraubt hat. Natürlich alles im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen, aber wenn ich ein Ermessen so und so ausüben kann, dann haben wir schon versucht auch auf die Genehmigungsbehörden hinzuwirken, die besonderen Spezifitäten hier bei uns im Ort auszunutzen oder zu berücksichtigen. Also wir haben alle Anlagenbetreiber, die eine Genehmigung gebraucht haben, immer unterstützt, haben viele Behördengänge mit denen unternommen und haben auch, wenn es nicht mehr weiter zu gehen schien, die Politiker angeschrieben und uns mit Ortsterminen bei der Politik versucht Gehör zu verschaffen. Wir haben glaube ich alle Regierungspräsidenten der letzten 15 Jahre in unserer Gemeinde gehabt um denen zum Beispiel beim Thema Windkraft zu zeigen, dass diese Windräder niemanden stören und dass der Milan trotzdem noch spazieren fliegt. Solche Dinge haben wir unternommen. Aber wir sind selber nie aktiv geworden denn unsere Bürger nehmen ihre Dinge gern selbst in die Hand und lassen sich nicht gerne bevormunden, Das respektieren wir in der Verwaltung sehr.

Gibt es noch etwas, das Sie hinzufügen möchten?

Ich würde mich freuen wenn viele mit Bedacht den Weg weitergehen werden, was das Thema erneuerbare Energien anbelangt und wenn es einfach in vielen Gemeinden wieder gelingen würde, zu einer sachlichen Diskussion zurück zu finden. Wenn wir nicht mehr sachlich diskutieren, wenn wir Ängste schüren, dann war das noch nie einem Vorhaben förderlich.
Also nächste oder übernächste Woche bin ich in Kreklingen, das ist bei Bad Mergentheim, und da hat sich so eine Gegeninitiative gebildet gegen Windkraft, obwohl die schon Windkraftanlagen haben. Da wird jetzt nur mit Ängsten gearbeitet und das ist sehr schade. Da hat mich die Initiative und auch der Bürgermeister gefragt ob ich nicht doch mal vorbeikommen will, es ist ja nicht gerade hier vor der Haustür, aber das mache ich jetzt. Ich war im Südschwarzwald schon in ganz vielen Gemeinden um einfach zu vermitteln, erstens dass wir auch ganz normale Leute hier sind, also keine „G’spunnene“ oder so und das wir sehr bodenständig hier sind, und das das nicht weh tut.

Mir wurde jetzt heute morgen berichtet, über das neue Windrad, das da im Bau ist, dass es geschützt werden muss weil so viele Neugierige kommen. Die haben inzwischen einen Zaun herum gezogen und die Security patrouilliert. Aber einer unserer Vereine hat gleich mal einen Würstchenstand aufgemacht. Also da oben muss gestern ein Verkehr gewesen sein, weil alle Leute kucken wollten. Wie hoch ist es jetzt schon? Wie groß ist es? So läuft das einfach bei uns. Also ich finde das genial. Das Windrad wächst ja jetzt, kuckt über den Wald hinaus. Es ist eine richtige Völkerwanderung. Da macht man seinen Sonntagsausflug eben zum neuen Windrad und geht mal auf die Baustelle.

Bürgermeisterin Hannelore Reinbold-Mench
Bürgermeisterin Hannelore Reinbold-Mench vor dem Rathaus in Freiamt Sägplatz

 

 

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