Beginn in Freiburg – warum eigentlich?

Nicht nur geografisch bietet sich die Region um Freiburg an für den Start einer Deutschlandreise zum Thema erneuerbare Energien, auch die Idee, dass sich an der Energieversorgung aus Atomkraft und Kohle etwas ändern muss, hat in dieser Gegend eine so lange Geschichte, dass man sie als einen Ausgangspunkt der Energiewende bezeichnen kann. Das badische „Nai hämmer g’sait“ (Nein haben wir gesagt) verhinderte bereits in den 1970er Jahren den Bau eines Atomkraftwerks in Wyhl. Doch die Region ist nicht nur bekannt für den erfolgreichen Widerstand sondern vor allem für funktionierende Alternativen und innovative Forschung. Dazu später mehr.

Ich musste feststellen, dass vor allem über den weltweit bekannten Stadtteil Vauban, die Solarsiedlung mit den Plusenergiehäusern und das Heliotrop, so viel berichtet wird und so viele Besuchergruppen sich dort die architektonischen und städtebaulichen Konzepte anschauen, dass ich verstehen kann wenn Interview- und Fotoanfragen abgewiesen werden, weil es einfach irgendwann zu viel wird. Ich gehe also einfach davon aus, dass jeder, der dies liest bereits Bilder im Kopf hat von Freiburg-Vauban und ich nicht die millionsten Fotos von Sonnenschiff und Heliotrop aufzunehmen brauche.

Morgen wird sich zeigen, wie viele Menschen eine Demonstration für die Energiewende in Freiburg auf die Straße bringt und was sie zu den aktuellen Plänen der Regierung zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes zu sagen haben. Zeitgleich mit den Demonstrationen in sieben Landeshauptstädten haben auch einige engagierte Freiburgerinnen und Freiburger eine Demonstration für den morgigen 22.3. angemeldet.

Transparent bemalen
Transparent bemalen für Demonstration “Energiewende beschleunigen statt abbremsen”

Erneuerbare Energien in Deutschland